Review: EagleTac M3C4 SST-50 Cool white base und M3C4 Triple XP-G R5 Cool white base

 

Vorwort

Mit der neuen M3-Serie hat EagleTac die offizielle Nachfolgeversion der bekannten M2-Reihe vorgestellt. In meinem Review stelle ich sowohl die EagleTac M3C4 SST-50 Cool White Base als auch die EagleTac M3C4 Triple XP-G R5 Cool White Base vor, die sich durch die verbauten LEDs voneinander unterscheiden und beide jeweils 800 OTF-Lumen liefern, was in etwa 1000 Lumen entspricht . Wenn ich mich im Review auf eine der beiden Lampen beziehe, dann ist der Einfachheit halber nur von der M3C4 die Rede; bei entsprechenden Besonderheiten gehe ich explizit auf das jeweilige Modell ein.

Beide Lampen gibt es auch als sog. Kit-Versionen, die dann zusätzlich noch ein YRGB-Farbfilterset beinhalten. Neu dabei ist ein Gelbfilter, der für den Einsatz bei Regen und Nebel gedacht ist.

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Links Triple XP-G R5, rechts SST-50

Verpackung und Zubehör

Die EagleTac M3C4 wird in einem stabilen Karton mit folgendem Zubehör geliefert:

  • EagleTac M3C4-Taschenlampe

  • Tailcap Clicky zum optionalen Einbau (inkl. Werkzeug)

  • Drei O-Ringe

  • Lanyard

  • Spezielles Akku-Magazin für Verwendung mit Tailcap Clicky

  • Diffusor Filter

  • Holster

  • Zwei Batterierohre für den Betrieb mit CR123-Zellen

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Erster Eindruck

Es ist keine EDC-Taschenlampe, die man mit der EagleTac M3C4 in der Hand hält. Dafür ist diese Lampe auch gar nicht gedacht, sondern wurde primär für militärische Einsätze und Operationen entwickelt. Selbstverständlich läßt sich diese Lampe auch im zivilen Bereich einsetzen, vor allem dort, wo viel Licht gefragt ist.

Mit einem Gewicht von ca. 427 Gramm inkl. zwei 18650-Akkus ist die EagleTac M3C4 wahrlich kein Leichtgewicht, dafür bietet sie aber auch einiges, wie ich im folgenden noch erläutern werde.

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User Interface

Standardmäßig wird die EagleTac M3C4 mit einem Selektorring ausgeliefert, der die schnelle Auswahl der fünf Leuchtmodi erlaubt. Mit einer Drehung des Selektorringes nach rechts werden der Reihe nach die einzelnen Modi aktiviert, mit einer Drehung nach links geht es hingegen zurück. Aus- und eingeschaltet wird die Lampe ebenfalls auf diese Art und Weise.

Der Selektorring läßt sich leicht drehen, und mit etwas Gefühl ist Einhandbedienung kein Problem. Auch mit normalen Handschuhen geht das ganze problemlos vonstatten. Wer die Bedienung via Selektorring nicht mag, für den liefert EagleTac einen Tailcap Clicky mit, der anstelle der funktionslosen Endschalterkappe montiert werden kann – entsprechendes Werkzeug sowie ein spezielles Akku-Magazin werden mitgeliefert.

 

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Zusätzlich zu den fünf normalen Modi verfügt die EagleTac M3C4 über einen Hidden Mode, der Strobe, Beacon und SOS bietet. Diese versteckten Modi sind über die normale Schaltreihenfolge nicht erreichbar, sondern müssen wie folgt aktiviert werden:

  • Im Turbo Mode muß der Selektorring innerhalb von 1,5 Sekunden ganz nach links und anschließend sofort wieder nach rechts gedreht werden
  • Mit einer abermaligen langsamen Drehung von rechts nach links können nun der Reihe nach die Modi Strobe, Beacon und SOS aufgerufen werden

Ich persönlich finde diese Aufteilung klasse, da unter normalen Umständen nicht versehentlich irgendein Blinkmodus aktiviert werden kann, den man gar nicht haben möchte. Auch für Jäger dürfte diese Funktion sehr nützlich sein, insbesondere in Verbindung mit einem YRGB-Kit: Wild wird nachts nicht durch einen versehentlich aktivierten Strobe verscheucht.

Verarbeitung

Hier gibt es nichts auszusetzen: Die Verarbeitung ist EagleTac-typisch auf einem sehr hohen Niveau, die Gewinde sind sauber geschnitten und gut gefettet.

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Energieversorgung

Die Energieversorgung erfolgt bei der EagleTac M3C4 entweder mittels 2 x 18650-Akku oder 4 x CR123-Zelle (3V). Für die 18650-Akkus gibt es einen Akku-Behälter, und für den Betrieb mit CR123-Zellen gibt es spezielle Batterierohre.

Ich habe die Lampe in meinen Tests nur mit 18650-Akkus betrieben.

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Modi und Laufzeiten

EagleTac M3C4 mit SST-50 LED: 16/56/172/376/800 OTF-Lumen

EagleTac M3C4 Triple XP-G R5 LED: 15/55/172/593/800 OTF-Lumen

Für beide Lampen gibt der Hersteller folgende Laufzeiten an: 1.5/3.5/8/28/100+ Stunden

Da die Lampen brandneu sind, hatte ich bislang noch keine Gelegenheit, die Laufzeiten in der Praxis zu testen.

Beamshots

Im Gegensatz zu meinen sonstigen Reviews gibt es hier eine Neuerung: Ich werde nur den jeweils hellsten Beamshot posten, für den restlichen Vergleich habe ich zwei animierte Videos erstellt, welche die einzelnen Modi auch im direkten Vergleich wesentlich besser wiedergeben.

Zunächst zu den Beamshots in der hellsten Stufe:

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EagleTac M3C4 SST-50 Cool White mit 800 OTF-Lumen

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EagleTac M3C4 Triple XP-G R5 Cool White mit 800 OTF-Lumen

Nun zu den animierten Beamshots, zunächst für die EagleTac M3C4 SST-50 Cool White:

Hier folgt noch das Pendant für die EagleTac M3C4 Triple XP-G R5 Cool White:

Wie man anhand dieser Videos erkennen, ist die Triple XP-G R5-Version tatsächlich heller als die SST-50-Variante. Ich persönlich stufe die beiden Lampen wie folgt ein: Die SST-50-Version hat bedingt durch den überarbeiteten Reflektor einen guten Throw, kann allerdings reichweitenmäßig nicht ganz mit der Triple XP-G R5 mithalten – dafür hat die SST-50-Version einen schöneren und gleichmäßigeren Spill und etwas mehr Flood als die Triple XP-G R5.

Darüber hinaus ist die Lichtfarbe der SST-50 wärmer als bei der Triple XP-G R5-Variante.

Technische Details

  • CREE XP-G R5 LED/Luminus SST-50 LED
  • Fünf reguläre Leuchtmodi
  • Drei versteckte Modi (Strobe, SOS und Beacon)
  • Bedienung über Selektorring, optional kann ein mitgelieferter Tailcap Clicky eingebaut werden
  • Optimierter Reflektor für mehr Throw
  • Optimierter Treiber für lange und geregelte Laufzeit
  • Lampenkörper aus leistungsfähigem und strapazierfähigem T-6061-Flugzeugaluminium
  • Anodisierung Type III HA
  • Energieversorgung: 2 x 18650-Akku  oder 4 x CR123-Zelle (3V)
  • Max. 800 OTF-Lumen (Herstellerangabe)
  • Länge: 15,7 cm
  • Gewicht: 427 Gramm (inkl. 2 x 18650-Akku)

Pro und Contra:

+ Sehr helle Taschenlampe

+ YRGB-Kit für spezielle Einsätze bei Nacht oder Regen/Nebel verfügbar

+ Einfache Bedienung via Selektorring

+ Versteckte Modi können nicht versehentlich aktiviert werden

 

- Griff für sehr große Hände evtl. einen Tick zu kurz

 

Fazit

Mit der neuen M3C4-Serie hat EagleTac einen würdigen Nachfolger für die alte M2-Reihe auf den Markt gebracht. Die EagleTac M3C4 SST-50 und die EagleTac M3C4 Triple XP-G R5 gehören definitiv mit zu den hellsten Taschenlampen, die ich kenne.

Natürlich ist der Preis kein Pappenstiel, doch für Anwender, die eine solche Leistung (inbesondere in Verbindung mit einem entsprechenden Farbfilter-Kit) benötigen, halte ich ihn für vertretbar. Als Zielgruppe sehe ich ich neben dem Militär oder Rettungskräften auch Jäger, die eine Lampe mit guter Reichweite und Farbfiltern benötigen, um damit nachts im Wald nicht unnötig Wild aufzuscheuchen.

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Bezugsquelle

Erhältlich sind die EagleTac M3C4 SST-50 Cool White Base und die EagleTac M3C4 Triple XP-G R5 Cool White Base in unserem Shop.

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